Sebastian Baumgarten, geboren 1969 in Berlin, studierte an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler" Opernregie. Danach arbeitete er u. aals Assistent von Ruth Berghaus, Einar Schleef und Robert Wilson. Er war Oberspielleiter am Staatstheater Kassel und Chefregisseur am Meininger Theater. 2006 wurde er zum Opernregisseur des Jahres gewählt. Zu seinen Inszenierungen der letzten Jahre gehörten vorwiegend Arbeiten am Sprechtheater und spartenübergreifende Inszenierungen, u. a. „Die schmutzigen Hände" und „Der Meister und Margarita" am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Maxim Gorki Theater „Professor Unrat" und am Staatstheater Stuttgart „Die Flucht" von Michail Bulgakow. 2011 wird er in Bayreuth den „Tannhäuser" inszenieren.
1982 geboren, studierte in Bonn und Bochum Theater- und Politikwissenschaft. 2005 beteiligte er sich in Südafrika an einem Entwicklungsprojekt im Sport- und Kulturbereich. In der Spielzeit 2007/08 war er Regieassistent am Düsseldorfer Schauspielhaus. Er arbeitete mit namhaften Regisseuren wie Jürgen Gosch, Stefan Bachmann, Stefan Pucher, Luk Perceval, Karin Henkel, Oliver Reese, Barbara Weber, Rafael Sanchez, Bruce LaBruce und Martin Kusej. Seit 2008 ist er am Theater Neumarkt tätig.
Im zweisprachigen Kulturraum Kärntens aufgewachsen, führte ihn sein Weg nicht direkt ans Theater, sondern zunächst auf die Handballfelder der österreichischen Bundesliga, bevor er an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz Regie studierte. Nach Assistenzen in Salzburg und Ljubljana entstanden ab 1987 eigene Inszenierungen, unter anderem auch innerhalb der zusammen mit Martin Zehetgruber gegründeten Formation «my friend martin». Martin Kušej hat nicht nur mehrfach die geografischen Grenzen der deutschsprachigen Theaterwelt überschritten, sondern ist auch spartenübergreifend erfolgreich – seien es Tanz-, Schauspiel- oder Operninszenierungen. Mehrmals wurden seine Arbeiten zum Theatertreffen nach Berlin eingeladen, ebenso zu den Wiener Festwochen. Zwischen 2004 und 2006 war er Schauspieldirektor der Salzburger Festspiele, 2011 wird er die Intendanz des Münchner Residenztheaters übernehmen.
Robert Lehniger, geboren 1974 in Weimar, war von 2000-2002 Regieassistent am Theater Basel. Er arbeitet seitdem kontinuierlich mit bewegten Bildern und produzierte Videos und Filme für die Inszenierungen von Stefan Bachmann, Lars-Ole Walburg, Albrecht Hirche, Stefan Pucher und Christiane Pohle in den Räumen von Barbara Ehnes, Bettina Meyer, Maria Bahra und Alain Rappaport. Gemeinsame Videoarbeiten mit Chris Kondek am Schauspielhaus Zürich („ORESTIE" und „ BEI BANKÜBERFÄLLEN WIRD MIT WAHRER LIEBE GEHANDELT"; R: Stefan Pucher). Am Theater Basel führte er auch erstmals selbst Regie bei einer Adaption von Frederic Beigbeiders Roman „39.90". 2003 wurde diese Produktion als Schweizer Beitrag zum Prager Theaterfestival Deutscher Sprache eingeladen. Es folgten Inszenierungen in Basel, Göttingen, Luzern, am schauspielfrankfurt, Theaterhaus Jena, Schauspielhaus Zürich und den Münchner Kammerspielen. Im Sommer 2006 entstand am Theater Basel in Zusammenarbeit mit Matthias Günther das Projekt „LIEBE, ARBEIT, VIDEO". Im Januar 2007 präsentierte er am Wiener Burgtheater die erste Kollektion des neuen Mode-Labels BOAT PEOPLETM. An der Berliner Volksbühne inszenierte er im März 2007 den Roman „MACHT UND REBEL" von Matias Faldbakken und im Mai 2007 hatte sein Robinson-Projekt „FRIDAY, I AM IN LOVE" am schauspielfrankfurt Premiere das zum Festival „radikal jung" nach München eingeladen wurde. In der Spielzeit 2009/10 Engagements am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Schauspiel Hannover, wo er „Träumer" nach dem Film von Bernardo Bertolucci inszenierte und am Theater Neumarkt in Zürich. Robert Lehniger lebt in Berlin.
Denis Maillefer, 1965 in Pompaples geboren, ist gegenwärtig künstlerischer Direktor des Théâtre en Flammes, das er 1987 mit Massimo Furlan gründete. Parallel zu seiner Tätigkeit als Regisseur unterrichtet er an der Pädagogischen Hochschule sowie an der Manufacture (Fachhochschule für Theater der Westschweiz). 1993 erhielt er den Preis der Waadtländer Stiftung für Kreation und Künstlerförderung und 2002 den Preis der Leenaards-Stiftung.
Schauspielerische Anfänge machte Mike Müller bei der Theatergruppe Olten, heute theaterstudio olten. Nach seinem Philosophiestudium spielte er am Theaterhaus Gessnerallee Zürich, am Schauspielhaus Hamburg, Schauspielhaus Zürich, Casinotheater Winterthur und am Theater Basel, war Co-Autor verschiedener unplugged-Projekte von Barbara Weber und in zahlreichen Kino- und TV-Produktionen zu sehen. Nach der Satiresendung «Viktors Spätprogramm» gestaltete Mike Müller erneut mit Viktor Giacobbo eine eigene Sendung – zurzeit ist er wöchentlich mit dem satirischen Wochenrückblick «Giacobbo/Müller» im Schweizer Fernsehen zu sehen.
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Seine Theaterlaufbahn begann am Theater Basel bei Werner Düggelin und Hermann Beil, zunächst als Statist und Regieassistent, bald darauf als Chefdramaturg. Anschliessend reiste er für mehrere Jahre in die USA, wo er mit Robert Wilson, Richard Foreman, Ric Zank und Mabou Mines zusammenarbeitete und die Theatergruppe «mixed media» gründete. Als freier Regisseur und Projektemacher arbeitete Müller in Köln, Düsseldorf, Tübingen, Basel, Nürnberg, Frankfurt, Hamburg (Kampnagel), San Francisco und New York (Public Theatre) und lehrte regelmässig an der Berliner Hochschule der Künste. 1993-1999 leitete er gemeinsam mit Volker Hesse das Theater Neumarkt, und war anschliessend Regisseur und Dramaturg am Wiener Burgtheater. Momentan ist er Leiter des Studiengangs Master of Arts für Regie an der Zürcher Hochschule der Künste und inszeniert regelmässig an verschiedenen deutschsprachigen Theater- und Opernhäusern.
Anna Papst, Jahrgang 1984, wuchs in Nänikon bei Zürich auf. Die Autorin und Regisseurin arbeitete als Regieassistentin am Theater Basel mit Rafael Sanchez und Sebastian Nübling. Ihr Stück „Summer is a state of mind" wurde zu den Festivals Interplay Europe und Kaltstart Hamburg eingeladen. Sie studiert seit 2006 an der Zürcher Hochschule der Künste, wo sie unter anderem die Uraufführung der Kurzoper „Lilofee" inszenierte. Bei dem europäischen Jugendtheaterprojekt „Plattform 11+" ist sie die nächsten vier Jahre als mitwirkende Autorin tätig.
Seine ersten Theater-Inszenierungen und Performance-Projekte entstanden nach dem Studium der Theaterwissenschaft und Amerikanistik in Frankfurt am Main, wo er am TAT und mit der britischen Gruppe Gob Squad zusammenarbeitete. Nach Inszenierungen am Theater Basel und am Schauspielhaus Hamburg wurde fester Regisseur am Schauspielhaus Zürich während der Intendanz von Christoph Marthaler. Von den Kritikern der Theaterzeitung «Theater heute» wurde er 2005 für seine Inszenierung von Shakespeares «Othello» am Schauspielhaus Hamburg zum Regisseur des Jahres gewählt. 2008 wurde seine Münchner Inszenierung »Der Sturm« zum Theatertreffen eingeladen. Derzeit inszeniert Pucher regelmässig an den Münchner Kammerspielen, am Schauspielhaus Zürich und am Maxim Gorki Theater Berlin.
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christoph schlingensief
zählt seit Mitte der 80er Jahre zu den gefragtesten und umstrittensten Theater- und Filmemachern und Aktionskünstlern im deutschen Sprachgebiet. Er arbeitete an den grossen Theatern in Wien, Berlin, Zürich und Frankfurt und inszenierte bei den Festspielen in Bayreuth Wagners „Parsifal". Anfang 2008 wurde bei ihm Lungenkrebs diagnostiziert. Seither polarisiert Schlingensief mit medialen wie theatralen Verarbeitungsversuchen seiner Erkrankung, beispielsweise mit seinem Buch „So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein".
Nachdem Rafael Sanchez beim Jungen Theater Basel selbst auf der Bühne stand, war er Regieassistent am Theater Basel. Zur selben Zeit realisierte er erste eigene Produktionen, darunter das Solostück «Rafael Sanchez erzählt: Spiel mir das Lied vom Tod», das mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet wurde. Unter der Intendanz von Michael Schindhelm war er Hausregisseur am Theater Basel mit eigener Spielstätte, dem Klosterberg 6. Er inszenierte u. a. am Schauspielhaus Zürich, an der Schaubühne Berlin und am Thalia Theater Hamburg, und profilierte sich sowohl als Spezialist für Uraufführungen junger Autoren, wie Martin Heckmanns und Anja Hilling, als auch fürschweizerdeutsche Erstaufführungen, zum Beispiel von Guy Krneta. Seit der Spielzeit 2008 ist er gemeinsam mit Barbara Weber Künstlerischer Direktor des Theater Neumarkt.
Im südafrikanischen Johannesburg aufgewachsen entschied er sich nach kurzen Ausflügen zur Physik und Theaterwissenschaft für ein Schauspielstudium an der American Academy of Dramatic Arts in New York. Anschliessend studierte er Regie am Institut für Theater, Musiktheater und Film in Hamburg und gründete die freie Gruppe VONTOBELhamburg, mit der er zum Theater Festival Impulse und zu den Ruhrfestspielen Recklinghausen eingeladen und ausgezeichnet wurde. Er inszenierte am Staatstheater Stuttgart, am Theaterhaus Jena, am Grillo-Theater Essen, an den Münchner Kammerspielen und am Schauspielhaus Hamburg.
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Barbara Weber studierte Regie am Institut für Theater, Musiktheater und Film in Hamburg. Ihr unplugged-Format, mit dem sie Blockbusterund moderne Mythen wie Michael Jackson, Mutter Theresa oder die RAF neu befragte, lief im deutschsprachigen Raum mit grossem Erfolg. „Hollywod unplugged“ sowie „RAF unplugged“ wurden zum Theater Festival Impulse eingeladen. „RAF unplugged“ gewann den Preis des Fonds für Darstellende Künste Berlin. Sie arbeitete u. a. am HAU in Berlin, im Theaterhaus Gessnerallee, am Schauspielhaus Essen, demMaxim Gorki Theater Berlin, den Münchner Kammerspielen und bei den Wiener Festwochen. Seit der Spielzeit 2008 ist sie Kodirektorin des Theater Neumarkt. 2009 eröffnet sie mit „Wahlverwandtschaften“ die Spielzeit am Maxim Gorki Theater.