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Good People

Well Made Play von David Lindsay-Abaire

(Deutscher Titel: Mittelschichtblues)
Aus dem Englischen übersetzt von Anna Opel
 

Regie: Peter Kastenmüller
Bühne: Michael Graessner
Kostüme: Valentin Köhler
Dramaturgie: Inga Schonlau

Mit: Martin Butzke, Miro Maurer, Hanna Eichel, Hilke Altefrohne *, Cynthia Micas*, Gunnar Teuber *

Premiere: Sa 08. April, 20.00 Uhr, Saal

TICKETS für Vorstellungen am:
Sa 08. Apr., 20.00 Uhr / Mo 10. Apr., 20.00 Uhr / Mi 12. Apr., 20.00 Uhr / Di 18. Apr., 20.00 Uhr / Do 27. Apr., 20.00 Uhr

Margaret und Mike stammen beide aus Southie, einem üblen Bostoner Bezirk, Inbegriff sozialer Randmilieus, Billig-Läden und Überflüssigen-Clubs. So stellt sich Hillary Clinton vermutlich die Brutstätte des «baskets of deplorables» vor, der Bedauerlichen, die – aus einer Mischung aus Frust und Dummheit – den neuen amerikanischen Präsidenten gewählt haben. Margaret und Mike teilen eine gemeinsame Vergangenheit und eine vergangene Liebe, aber sonst nichts mehr. Er hat es geschafft, ist seinem Milieu entkommen und nun ein angesehener Frauenarzt mit eigener Praxis, Villa an der Goldküste und kompletter Familie. Sie schlägt sich mehr schlecht als recht alleine durch und schafft es kaum, sich finanziell und zeitlich um ihre gehandicapte Tochter zu kümmern. Als Margaret ihren Kassiererinnen-Job im Ein-Dollar-Laden verliert, wendet sie sich arbeitssuchend an Mike. Das heisst, sie lädt sich reichlich penetrant auf seine Party ein, um potentielle neue Arbeitgeber zu treffen, vielleicht aber auch nur aus Rache oder Abwechslungslust. Zwar findet die Party nicht statt, dafür aber ein – mal direkter und brutal unterhaltsamer, mal subtiler – Schlagabtausch zwischen Margaret, Mike und dessen eleganter, afro-amerikanischer Ehefrau Kate über Leistung, den freien Willen, Anstand und soziale Willkür. Das Stück des Pulitzer-Preis-gekrönten amerikanischen Dramatikers David Lindsay-Abaire legt frei, was eigentlich alle wissen: Am Ursprung des Populismus war die Ungleichheit. Wer kann da schon widerstehen geschweige denn gut sein.

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