Popolismo

Von April bis Juni 2017

«Karten auf den Tisch und Hosen runter», polterte einst ein grosser Populist Europas, der bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauss, hatte er den politischen Gegner fest am Wickel. Die Drohung, die Entblössung nicht zu scheuen, auch die eigene nicht, wirkt als Mutbezeugung. Sie verschafft Achtung, Ansehen und ist Ausdruck von Kraft. Vor allem legt sie eine zwingende Verbindung der «echten kraftvollen» politischen Rede offen: Die zum Popo, Füdli, oder altdeutsch: Arsch – Statthalter der niederen Instinkte und Regionen des Körpers. Zweifellos wird etwas Ausgeschlossenem hier Sprache verliehen. Der Weg ist nicht weit zu Donald Trumps style of speech und den begeisterten Rufen seiner Anhänger, «he speaks our language». – Nur fehlgeleitet sind die «Abgehängten» vielleicht dann doch nicht, dämmert es heute, aber offenbar eben sehr erregt. Und bei all dem, was da «endlich mal» zur Sprache kommt, ist reale Ungleichheit ganz vorn dabei. Und das ist ein Thema, das nicht bei den Popolisten bleiben sollte.

Premieren

Premiere

Sa 08. April, 20.00 Uhr, Saal

von David Lindsay-Abaire
Komödie

PREMIERE

Fr 05. Mai, 20.00 Uhr, Saal

Von Johann Wolfgang Goethe, mit Texten aus Elfriede Jelineks FAUSTIN AND OUT

Premiere

Fr 16. Juni, 20.00 Uhr, Saal

LAB Junges Theater Zürich

PREMIERE

Sa 17. Juni, 20.30 Uhr, Open Air vor dem Helsinki

Italienische Schlager, Liebe und Eifersucht

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