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Meister und Margarita

Von Michail Bulgakow

Neu übersetzt von Alexander Nitzberg
Regie: Peter Kastenmüller
Raum: Team Jo Schramm
Kostüme: Anna Maria Schories
Video: Heta Multanen
Dramaturgie: Inga Schonlau, Lea Loeb
 

Mit: Jan Bluthardt, Simon Brusis, Hanna Eichel, Maximilian Kraus, Miro Maurer, Sarah Sandeh

Premiere: Sa 07. Oktober, 20.00 Uhr, Saal

Vorstellungen am:
Sa 07. Okt., 20.00 Uhr / Di 10. Okt., 20.00 Uhr / Fr 13. Okt., 20.00 Uhr / Mo 16. Okt., 20.00 Uhr / Di 17. Okt., 20.00 Uhr / Mi 25. Okt., 20.00 Uhr / Mo 30. Okt., 20.00 Uhr

Der Teufel hat sich Moskau vorgenommen und lädt höchstpersönlich  zu Satansball und schwarzer Magie. Und da fast jeder brave Bürger der Stadt seine Abgründe verbirgt, findet er massenhaft leicht zu verführende Opfer, überall und in allen Gesellschaftsschichten, mit oder ohne schlechtes Gewissen: bei Bürokraten und Kleinbürgern, die den stalinistischen Apparat bedienen ebenso wie in der versammelten poetisch-staatlich verstrickten Theater- und Literatenlandschaft. Nur zwei Menschen führt er nicht vor, sondern wieder zusammen: den Meister und Margarita. Er ist wegen seines fesselnden Romans vor Zensur und der damit opportunistisch verbundenen Kritikerschaft geflüchtet und hält es nur noch in der Irrenanstalt aus. Und sie, seine höchst eigenwillige Geliebte, kann in ihrem vorgeschriebenen und geordneten Schicksal als Ehefrau eines feinen Herrn den Sinn des Lebens nicht entdecken. Bulgakows phantastisches Meisterwerk, zwischen 1928 und 1940 geschrieben, wurde erst 1966, 26 Jahre nach seinem Tod veröffentlicht. Lange galt Stalin als einziger Leser dieses «russischen Faust». Das Spiel des Teufels mit der Wahrheit ist aber alles andere als destruktiv, eher weckt es den Freiheitssinn. Der Dichter entfesselt die menschliche Vorstellungskraft und setzt die Phantasie als letzte Waffe gegen eine ebenso komplett ideologisierte wie sinnentleerte Gesellschaft und eine ungreifbare und klischeehaft erlebte Realität.

Aufführungsrechte: Drei Masken Verlag GmbH München

 

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