Schauspiel & Performance

Alexander Karschnia

Cristin König

Nicola Nord

Meinolf Steiner

Sascha Sulimma

Regie

andcompany & Co.

Das internationale Künstlerkollektiv andcompany&Co. wurde 2003 in Frankfurt am Main gegründet von dem Theaterwissenschaftler, Autoren und Performer Alexander Karschnia, der Theatermacherin, Performerin und Autorin Nicola Nord und dem Musiker, Performer und Komponisten Sascha Sulimma. Gemeinsam bilden sie als Ko- Regisseure ein offenes Netzwerk, zu dem stets neue Künstler unterschiedlicher Disziplinen stossen – unter ihnen der flämische Autor und Regiesseur Joachim Robbrecht, der bildenden Künstler Jan Brokof, die Musiker Reinier van Houdt und Simon Lenski.

Ihre Stücke sind Arsenale einer Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts, die von Brechts Goldgräberstadt Mahagonny über die Legende Europa zur Trilogie über Aufstieg und Fall des Kommunismus führt. Utopien und Erinnerungsfetzen werden aufgegriffen und im Wiederversprechen auf ihren Mehrwert überprüft. andcompany&Co. haben seit 2007 ihre Basis am Berliner HAU, die Stücke touren weltweit und liefen u. a. beim Brüsseler Kunstenfestivaldesarts (2007+2012), bei den Wiener Festwochen (2008), beim Festival Impulse (2009+2013) und beim Dortmunder Festival favoriten 08 – Theaterzwang (2008/ 2010), wo «little red» den Preis des NRW-KULTURsekretariats erhielt.

In der vielbeachteten deutsch-flämisch-niederländischen Koproduktion «Der (kommende) Aufstand nach Friedrich Schiller», probt die Gruppe vor dem Hintergrund des kulturpolitischen Kahlschlags in den Niederlanden und den weltweiten aktuellen krisenhaften Zuständen den Aufstand und stellt die Frage nach dem vorrevolutionären Potential aktueller Protestbewegungen neu.

In ihrer Arbeit «Black Bismarck» (2013) beschäftigt sich die Gruppe mit der Berliner Afrika-Konferenz 1884/5, auf der die europäischen Mächte den afrikanischen Kontinent untereinander aufgeteilt haben. Vor dem Hintergrund der blackfacing-Debatte in Deutschland und um die Figur des Zwarte Piet in den Niederlanden wird die Frage nach der Aktualität des Kolonialismus gestellt. Ihre neuste Arbeit «Orpheus – eine Schlepperoper», eine Auseinandersetzung mit der europäischen Flüchtlingspolitik, hatte im Oktober 2014 in Berlin Premiere und ist nun europaweit auf Tour. 

Am Theater Neumarkt inszenieren andcompany&Co. «Archipel Google». 

Tancredi Gusman

Tancredi Gusman, geboren 1981 in Mailand (Italien), studierte Philosophie und Theaterwissenschaften in Pavia, Neapel und an der Freien Universität Berlin und erlangt im Jahr 2012 die Promotion in Theaterwissenschaften (mit einer Dissertation über Alfred Kerr, Herbert Ihering und die deutsche Theaterkritik in der Weimarer Republik). Nach dem Studium als Dramaturgie- und Regieassistent tätig. Außerdem übersetzte er  das Buch „Ästhetik des Performativen“ von Erika Fischer-Lichte ins Italienische (Estetica del performativo, Carocci, Roma 2014) und veröffentlicht Artikel und Aufsätze für Theaterzeitschriften wie „Acting Archives“ und „Comunicazioni Sociali“. Zusammen mit Léonie Süess hat er die Reihe Chor & Co für Nachwuchskünstler im Theater Neumarkt konzipiert und betreut. Seit August 2013 ist er fester Regieassistent am Theater Neumarkt in Zürich.

DAS HELMI

Das Helmi ist ein Puppentheater-Kollektiv der dritten Art. Ihre aus Schaumstoff- und Schwämmen geschnitzten und gefertigten Puppen bringen sie mit einem Höchstmass an Spontanität und einer Vorliebe für Kino-Blockbuster an unkonventionelle Spielorte. Sie verbinden den Charme von alten Vaudeville-Tourneetheatergruppen mit Stücktiteln wie «Rocky» oder «Rambo».

Peter Kastenmüller (Direktor)

Peter Kastenmüller, geboren 1970 in München, gründete nach einigen Semestern Philosophie 1994 die freie Theatergruppe «Particular Order» und arbeitete unter Wolfgang Engel als Assistent am Schauspiel Leipzig, danach als Hausregisseur am Staatstheater Kassel. Es folgten Inszenierungen am Staatstheater Hannover, den Münchner Kammerspielen, am Maxim Gorki Theater Berlin, am Schauspiel Frankfurt und am Theater Basel. 2004 und 2006 leitete er gemeinsam mit Björn Bicker und Michael Graessner das zukunftsweisende Stadtprojekt «Bunnyhill» an den Münchner Kammerspielen und führte dort Regie bei den Projekten «Illegal» (2008) und «Hauptschule der Freiheit» (2009). Im Sommer 2010 kuratierte Kastenmüller «X Schulen» am Theater Hebbel am Ufer in Berlin. In der Spielzeit 2010/11 richtete er John Steinbecks Roman «Jenseits von Eden» am Theater Basel ein; am Theater Freiburg arbeitete er erneut mit Bicker und Graessner für die Uraufführung des deutschtürkischen Theaterprojekts «Cabinet. Ein deutschtürkischer Bazar» zusammen (Theater Freiburg / garajstanbul, Istanbul). Mit «Die Hofmeister», einem Educational-Projekt in Zusammenarbeit mit dem Campus Rütli und dem Maxim Gorki Theater Berlin folgte eine weitere Arbeit im Stadtraum. 2011/12 inszenierte Kastenmüller u.a. am Staatstheater Hannover («Deportation Cast» von Björn Bicker), am Theater Basel («Das siebente Siegel» nach Ingmar Bergmann) und eine Folge im 24-Stunden-Marathon «Unendlicher Spass» am Hebbel am Ufer Berlin. 2012/13 folgten Regiearbeiten für das Düsseldorfer Schauspielhaus («Wunder des Alltags» von PeterLicht, eingeladen zu den Mülheimer Theatertagen 2013) und das Staatstheater Stuttgart.

Seit der Spielzeit 2013/14 leitet Peter Kastenmüller das Theater Neumarkt Zürich. Er inszenierte hier u.a. «Rocco und seine Brüder», «Jakobs Ross», «Herr Puntila und sein Knecht Matti», das Schulprojekt «Schools of Normal», «Zeit der Kannibalen/Philoktet» und «Good People». Zu Beginn der Spielzeit 2017/18 inszeniert er «Meister und Margarita» nach dem Roman von Michail Bulgakow.

Wojtek Klemm

Wojtek Klemm, geboren in Polen, schloss sein Regiestudium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch ab. Danach Regieassistenzen bei Dimiter Gotscheff, Frank Castorf und Christoph Schlingensief. Ab 2005 Arbeit als freier Regisseur in Polen, Israel und dem deutschsprachigen Raum. Das Teatr Norwida im niederschlesischen Jelenia Góra wird unter seiner künstlerischen Leitung (2007–2009) von der polnischen Tageszeitung Dziennik für die Spielzeit 2007/08 zum Theaterort des Jahres und von der Wochenzeitung Wprost 2009 unter die zehn interessantesten Theater Polens gewählt. In Polen und Israel hat Klemm vor allem Erstaufführungen deutscher Autoren zu verzeichnen (u. a. Heiner Müllers «Zement» in Breslau, «Anatomie Titus» in Krakau, «Judith» von Hebbel in Stettin). Seit 2007 arbeitet er kontinuierlich mit dem National Theater Krakau. In Deutschland entstanden unter anderem Arbeiten am Schauspiel Stuttgart, Deutsches Theater Berlin sowie Volksbühne Berlin. In der Schweiz hat Klemm in der Spielzeit 2011/12 am Theater Luzern («Der Besuch der alten Dame», «Antigone») und 2015 am Theater Neumarkt («Rosenkranz und Güldenstern sind tot») inszeniert.

Laura Koerfer

Laura Koerfer, 1985 in Zürich geboren, studierte Theaterregie an der Zürcher Hochschule der Künste. In Zusammenarbeit mit der National Academy of Chinese Theater Arts brachte Koerfer während der Ausbildung Arbeiten in Zürich und Beijing zur Aufführung. Im Jahr 2011 führte sie am Theater Biel Solothurn Regie bei «Gespräche mit Astronauten» von Felicia Zeller. Am Theater Neumarkt inszenierte Koerfer «Magic Afternoon» von Wolfgang Bauer, «Faustrecht der Freiheit» nach dem Film von Rainer Werner Fassbinder, «Miss Sara Sampson» von G. E. Lessing und «WERTHER. Gesang an die Nacht, Gebrüll gegen Kummer nach Goethe mit Roland Barthes».
 Koerfer lebt und arbeitet in Zürich.

Johann Kuithan

Johann Kuithan, geboren 1981 in Münster (Westfalen), studierte Germanistik, Theaterwissenschaft, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft sowie Pädagogik in Mainz. Er war Regieassistent am Schauspiel Frankfurt und leitete dort in der Spielzeit 06/07 den Jugendclub JAGO! 2007 übernahm er die Produktionsleitung für das Projekt «Pimp the City» (Regie: Simon Solberg) am Nationaltheater Mannheim und leitete die Theatergruppe S.P.Q. in Mainz. Während der Spielzeiten 08/09 bis 10/11 war er fester Regieassistent am Maxim Gorki Theater Berlin. Dort inszenierte er u. a. «Rheinsberg» nach Kurt Tucholsky, «Kindheitsmuster» nach Christa Wolf, sowie das Rechercheprojekt des Jugend- und Seniorenklubs «Deine Landschaft / Meine Geschichte». Zudem entwickelte er die Reihe «Visiothek - Kleine Stücke aus großen Filmen», die inzwischen ihre neue Heimat am Theater Neumarkt in Zürich hat. Als freier Regisseur arbeitete Johann Kuithan u.a. am Jungen Theater Göttingen («Loveletters»), am Theaterhaus Gessnerallee («Die Passion des Josef A.») und am Anhaltischen Theater Dessau («Hallo Nazi»).

Tom Schneider

Tom Schneider ist Regisseur und Musiker. Er arbeitete bis 2000 als Musiker in verschiedenen Formationen und als Assistent für die Freie Theatergruppe «Theater Affekt» in Berlin. 2000 bis 2004 war er als Regieassistent und Schauspielmusiker am Theater Basel beschäftigt. Ab 2004 folgten eigene Regiearbeiten, unter anderem am Theater Basel, am Theater Heidelberg, an der Musik-Akademie Basel, am Theater Freiburg, an der Opera Metz und den Münchner Kammerspielen. Von 2007 bis 2012 arbeitete er als Regisseur und Musiker in der künstlerischen Leitung von pvc- Tanz Freiburg/Heidelberg. 2012 gründete er in Freiburg die freie Theater/Tanz-Gruppe «OFF deluxe», die mit ihrer ersten Arbeit (twilight/echo) den Stuttgarter Theaterpreis für besondere künstlerische Leistung bekam. Seit 2004 ist er Bassist der Band «a boy named river». Am Theater Neumarkt inszenierte er «Atlas der abgelegenen Inseln» nach dem Buch von Judith Schalansky und «Bilder deiner grossen Liebe» von Wolfgang Herrndorf mit Sandra Hüller in der Hauptrolle, ausserdem «Judas» von Lot Vekemans. In der Spielzeit 2016/17 führt er Regie bei «Faust».

Simon Solberg

Simon Solberg, geboren 1979 in Bonn, studierte Schauspiel an der Folkwang-Hochschule in Essen, arbeitete als Regieassistent, Video- und Projektmitarbeiter am Schauspiel Frankfurt und brachte dort auch seine ersten Inszenierungen auf die Bühne. Er war Hausregisseur am Nationaltheater Mannheim, wo er neben Stückinszenierungen wie «Fremde Kämpfe» auch halbdokumentarische Projekte wie «Making of THE BAND» realisierte. Simon Solberg feierte am 20. Dezember 2007 als Gastregisseur mit «Don Quijote» am Schauspiel Frankfurt Premiere und wurde mit dieser Produktion auch zu «Radikal jung 2008» eingeladen. Er inszenierte u. a. am Maxim Gorki Theater in Berlin, am Staatsschauspiel Dresden und am Theater Basel. Simon Solberg war bis 2012/13 Mitglied der Theaterleitung am Theater Basel.

Räume

Ortreport & Meier/Franz

Moritz Müller

Léonie Süess

Bühnenbildassistenz

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Kostüme

Franziska Born

Ulrike Gutbrod

Mascha Mazur

Moritz Müller

Nicole Von Graevenitz

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