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Schauspiel & Performance

Simon Brusis

Simon Brusis wird 1978 in München geboren und absolviert seine Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig. Er ist Ensemblemitglied am Staatstheater Meiningen und gastiert dann unter anderem am Thalia Theater Hamburg und am Maxim Gorki Theater. In der Spielzeit 2008/2009 ist er festes Ensemblemitglied am Theater Magdeburg und von 2009 bis 2011 fest am Hans-Otto-Theater Potsdam engagiert.  Simon Brusis gastierte als freier Schauspieler am Deutschen Theater Berlin, am Ballhaus Naunynstrasse und am Anhaltischen Theater Dessau. Am Theater Bonn war er in «Ein Volksfeind» zu sehen und spielte in «Die Ratten und Die Räuber». Nebenbei betreibt Simon Brusis eine kleine Imkerei und verbringt Zeit in der Autowerkstatt in Bayern. Seit der Spielzeit 2015/16 ist Simon Brusis Ensemblemitglied am Theater Neumarkt. Zuletzt war er beispielsweise in Ibsens «Nora. Ein Puppenhaus» (Regie: Heike M. Goetze) und in «Romulus der Grosse» von Dürrenmatt (Regie: Tom Kühnel) zu sehen, ebenso im Stück «Geächtet» von Ayad Akhtar, das in der Kritikerumfrage von Theater heute zum ausländischen Stück des Jahres gewählt wurde (Regie: Alexander Eisenach). Derzeit spielt er in «Der Fall Meusault» (Regie: Ruud Gielens) und bald in «Faust» (Regie: Tom Schneider).

Martin Butzke

Martin Butzke, geboren 1974 in Wilhelmshaven, absolvierte ein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Saarbücken. 1997-2001 war er am Theater Ingolstadt engagiert, wo ihm für die Rolle des Roelle in Fleissers «Fegefeuer in Ingolstadt» der Darstellerpreis der Bayerischen Theatertage 2001 verliehen wurde. 2001-2006 war er Ensemblemitglied an den Münchner Kammerspielen, 2006-2010 am Schauspiel Frankfurt. Er spielte ausserdem in TV- und Kinoproduktionen, u.a. in «Wer wenn nicht wir» von Andres Veiel und «Jud Süss – Sympathie für den Teufel» von Oskar Roehler. Seit 2010 arbeitete er frei mit Corinna von Rad, Elias Perrig, Bettina Oberli und mehrfach mit Peter Kastenmüller, darunter in «Jenseits von Eden» und «Das siebente Siegel» am Theater Basel und in «Unendlicher Spass» am Hebbel am Ufer Berlin. Seit 2013 ist Martin Butzke im festen Ensemble des Theater Neumarkt. Hier spielte er u.a. Puntila in Peter Kastenmüllers Inszenierung von Brechts «Herr Puntila und sein Knecht Matti», Krogstad in Ibsens «Nora. Ein Puppenhaus» (Regie: Heike M. Goetze) und zeigt weiterhin seinen Solo-Abend «Der Mensch erscheint im Holozän» von Max Frisch in der Chorgasse. In der Spielzeit 2016/17 spielte er in «Himmel», «Bonnie und Clyde» und Strauss' Operette «Die Fledermaus» (Regie: Friederike Heller). Aktuell ist er in  «Der kalte Hauch des Geldes» und «Good People», beide in der Regie von Peter Kastenmüller, zu sehen.

Alexander Karschnia

Alexander Karschnia ist Theatermacher und -wissenschaftler: Performer, Texter & Theoretiker, Mitbegründer von andcompany&Co. Er schreibt für und über Theater, u.a. über Brecht, Müller, Schlingensief, Pollesch, Rimini Protokoll u.a. Zu seinen Jugendsünden zählen die Erfindung der Frankfurter NachtTanzDemos und die Übernahme von Schlingensiefs Partei CHANCE 2000. Zu seinen Arbeiten zwischen Wissenschaft und Kunst gehören lecture performances und die Organisation von Konferenzen wie z.B. ZUM ZEITVERTREIB oder NA(AR) HET THEATER – after theater? für die Hogeschool voor de Kunsten 2006 (zu beiden Anlässen hat er Bücher herausgegeben). Seit Ende 2007 lebt und arbeitet er in Berlin.

Maximilian Kraus

Maximilian Kraus, geboren 1984 in München, studierte Schauspiel an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK. Am Theater der Künste in Zürich spielte er unter anderem in «Der Belagerungszustand» (Regie: Christoph Frick)‚ in «Raststätte» (Regie: Peter Kastenmüller), am Theater Biel Solothurn in «Gespräche mit Astronauten» (Regie: Laura Koerfer) und in «Alice» (Regie: Andreas Herrmann) am Luzerner Theater. 2012 gewann er den Karl Oprecht-Preis. Ab der Spielzeit 2013/14 ist Maximilian Kraus Ensemblemitglied am Theater Neumarkt. Zuletzt war er beispielsweise in «Nora. Ein Puppenhaus» (Regie: Heike M. Goetze), in «Romulus der Grosse» von Dürrenmatt (Regie: Tom Kühnel) und in «Himmel» von Wajdi Mouawad zu sehen. In der Spielzeit 2016 / 17 spielte er Clyde in «Bonnie und Clyde» in der Regie von Wojtek Klemm. Zurzeit ist er in der Chorgasse in «A Clockwork Orange» (Regie: Gabriel S. Zimmerer), in Friederike Hellers Inszenierung der «Fledermaus» von Johann Strauss und in «Der letzte Europäer» (Regie: Katharina Cromme) zu sehen.

Cristin König

Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Anschliessend führten Engagements sie u. a. nach Hamburg, Tübingen, Kassel und Frankfurt/Oder. Von 1996 bis 1999 war sie am Berliner Ensemble engagiert, von 1999 bis 2006 an der Berliner Schaubühne. Gastengagements führten sie regelmässig an die Münchner Kammerspiele. Sie arbeitete u. a. mit Regisseuren wie Thomas Ostermeier, Falk Richter, Luc Perceval, Barbara Weber und Armin Petras zusammen. 1994 und 2000 nominierte «Theater heute» sie für die Auswahl der besten Nachwuchsschauspielerin. Auch in Film- und Fernsehrollen ist Cristin König immer wieder zu sehen. 2006 bis 2013 war sie Ensemblemitglied des Maxim Gorki Theaters in Berlin.

Bereits 2015 war sie in Peter Kastenmüllers Inszenierung von «Der Hals der Giraffe» am Theater Neumarkt zu sehen.

Nicola Nord

Theatermacherin, Performerin und Sängerin. Nach dem Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Frankfurt am Main, Künstlerinnen-Stipendium bei DasArts, Amsterdam, wo sie mit dem Stück little red (play): herstory abschloss. Mitbegründerin von andcompany&Co., dort arbeitet sie hauptsächlich als Regisseurin, Co-Autorin und Performerin. Lebt in Berlin.

Janet Rothe

Janet Rothe, geboren 1987, studierte Schauspiel am Europäischen Theaterinstitut und an der Universität der Künste Berlin. In ersten Rollen war sie in Berlin am Deutschen Theater, am Maxim Gorki Theater, am Hebbel am Ufer sowie am Staatstheater Schwerin zu sehen, wo sie unter anderem mit Peter Kastenmüller, Hermann Schmidt-Rahmer, Brit Bartkowiak und Juliane Kann arbeitete. Ausserdem spielte sie in verschiedenen Filmen der deutschen Film- und Fernsehakademie DFFB, u.a. 2012 die Hauptrolle in «Farbenblind» (Regie: Daria Belova). Ab der Spielzeit 2013/14 ist Janet Rothe Ensemblemitglied am Theater Neumarkt.

Yanna Rüger *

Yanna Rüger, geboren 1986 in Tübingen, studierte Schauspiel im Masterstudiengang an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK. Während dem Studium war sie u.a. in der Produktion «Also, mich interessiert mein Sexualleben mehr als der Israel-Palästina-Konflikt» von Christopher Kriese (Regie: Christopher Kriese und Miriam Walther) zu sehen, die zum Koerber Studio Junge Regie ans Thalia Theater in Hamburg und zum Stückemarkt am Stadttheater in Heidelberg eingeladen war. Weiter spielte sie in diversen Produktionen am Theater der Künste in Zürich und am Stadttheater Biel Solothurn. In der Spielzeit 2012/13 war sie im Rahmen vom Schauspielstudio am Schauspielhaus Zürich engagiert und arbeitete dort mit den RegisseurInnen Barbara Frey («Baumeister Solness»), Bastian Kraft («Der Steppenwolf») und Jörg Schwahlen («Die Gottesanbeterin»). 2013/14 bis 2015/16 war Yanna Rüger festes Mitglied des Ensembles am Theater Neumarkt. Sie spielte hier u.a. in «Candide oder der Optimismus» nach der Satire von Voltaire (Regie: Simone Blattner), in der Jubiläumsproduktion «Was tun? Ein Festakt» (Regie: Friederike Heller), in «Romulus der Grosse» von Dürrenmatt (Regie: Tom Kühnel) und in «Nora. Ein Puppenhaus» von Ibsen (Regie: Heike M. Goetze). 

*Yanna Rüger ist Gast am Theater Neumarkt.

Marcus Signer

Geboren 1964 in Bern, Schweiz. 1982-86 Ausbildung als Schauspieler und Animator an der Theaterwerkstatt 1230 in Bern, wo er anschliessend bis 1992 festes Ensemblemitglied wird. Nach einem Stipendiumsaufenthalt in New York arbeitet er als freier Schauspieler. Er spielt u.a. am Stadttheater Bern, beim Club 111 und am Insitu Chur. Neben seiner Arbeit am Theater ist Marcus Signer auch in diversen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, wirkt in zahlreichen Hörspielen mit und arbeitet auch als Sprecher für Werbespots. 2016 ist er im Kinofilm «Welcome to Iceland» (Regie: Felix Tissi), «Stille Reserven» (Regie: Valentin Hitz) sowie in der Theaterproduktion «Leeman-Brothers» (Regie: Matthias Kaschig) am Luzerner Theater zu sehen.

Weitere Filmrollen (Auswahl): 

2015 «Schellenursli, Regie: Stefan Jäger, Xavier Koller
2015 «Tatort – Schutzlos», Regie: Manuel Flurin Hendry
2014 «Der Goalie bin ig», Regie: Sabine Boss, (bester Darsteller Schweizer Filmpreis 2014)
2014 «Der Geisterfahrer», Regie: Karim Patwa
2013 «Tatort – Geburtstagskind», Regie: Tobias Ineichen
2013 «Der Bestatter», Regie: Markus Welter
2011 «Mary & Johnny», Regie: Samuel Schwarz & Julian M. Grünthal
2011 «Silberwald», Regie: Christine Repond
1998 «Zucker für die Bestie», Regie: Markus Fischer
1993 «Tatort – Mädchen mit der Puppe», Regie: Markus Fischer
1992 «Brandnacht», Regie: Markus Fischer

Dimitri Stapfer

Geboren 1988 in Olten, war er bereits mit 13 Jahren für zwei Saisons mit dem Zirkus Chnopf auf Schweizer Tournee. 2009 begann er das Schauspielstudium an der ZHdK, dass er im Sommer 2014 mit dem Master abschloss. Während seiner Studienzeit spielte er u.A. unter der Regie von Herbert Fritsch im Theater Rote Fabrik in „Ibsen die Sau“. Mit seinem Jahrgang gewann er am Theatertreffen der deutschsprachigen Schauspielschulen den Ensemblepreis für die Inszenierung „Die Bluthochzeit“ (Regie: Martina Eitner-Aechpong). In der Spielzeit 2013/2014 spielte Dimitri im Ensemble des Schauspielhaus Zürich und gastierte zur Saisoneröffnung im Theater Neumarkt im Stück "Leben Lügen Sterben“ (Regie: Uta Plate). Zur Zeit ist er wieder im Schauspielhaus Zürich im Stück ÜBERGEWICHT unwichtig UNFORM (Regie: Sophia Bodamer) und im ClubTheater A LOVELY PIECE OF SHIT zu sehen, welches Dimitri zusammen mit dem Kollektiv Extraleben schrieb und Inszenierte. Neben dem Theater arbeitet er auch als Sprecher für Werbespots.

Im Kinofilm „LEFT FOOT, RIGHT FOOT“ von Germinal Roaux ist er in der Rolle des autistischen Mika zu sehen, für den er den Schweizer Filmpreis “Quartz” für die beste Nebenrolle erhalten hat. 

Meinolf Steiner

Meinolf Steiner erhielt seine Ausbildung am Hamburgischen Schauspiel-Studio, unter der Leitung von Hildburg Frese. Während seiner Ausbildung spielte er bei Ruth Berghaus und Jürgen Flimm am Thalia Theater Hamburg. Danach folgten Engagements an der Neuen Bühne Senftenberg, dem Kleist Theater Frankfurt/Oder, dem Berliner Ensemble, am Stadttheater Nordhausen, am Schauspielhaus Bochum, dem Deutschen Theater in Göttingen und am Schauspiel Frankfurt.

Er arbeitete unter anderem mit den Regisseuren Armin Petras, Mark Zurmühle, Friederike Heller, Thomas Bischoff, Wojtek Klemm, Michael von zur Mühlen, Martin Laberenz, Samuel Weiss, Felix Rothenhäusler und Daniela Löffner.

Am Theater Neumarkt ist Meinolf Steiner in der Produktion «Rosenkranz und Güldenstern sind tot» in der Regie von Wojtek Klemm zu sehen.

Sascha Sulimma

Komponist, Performer und DJ, Mitbegründer von andcompany&Co. Veranstaltete Partyreihen in Clubs in Frankfurt am Main, remixt seit 2002 Brecht und Weill Fragmente zu BRECHTBEATZ und gründete 2006 das andco.-Soundsystem. Entwickelt Musik für Theater, Performance und Tanz. Neben den Projekten mit andcompany&Co. produziert er elektronische Musik, spielt DJ Sets in Clubs und auf Theaterfestivals und gibt Workshops zu Musik und Performance. Sascha arbeitete u.a. mit Raqs Media Collective, Frankfurter Küche und Noah Fischer. Seit Ende 2007 lebt und arbeitet er in Berlin.

Regie

andcompany & Co.

Das internationale Künstlerkollektiv andcompany&Co. wurde 2003 in Frankfurt am Main gegründet von dem Theaterwissenschaftler, Autoren und Performer Alexander Karschnia, der Theatermacherin, Performerin und Autorin Nicola Nord und dem Musiker, Performer und Komponisten Sascha Sulimma. Gemeinsam bilden sie als Ko- Regisseure ein offenes Netzwerk, zu dem stets neue Künstler unterschiedlicher Disziplinen stossen – unter ihnen der flämische Autor und Regiesseur Joachim Robbrecht, der bildenden Künstler Jan Brokof, die Musiker Reinier van Houdt und Simon Lenski.

Ihre Stücke sind Arsenale einer Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts, die von Brechts Goldgräberstadt Mahagonny über die Legende Europa zur Trilogie über Aufstieg und Fall des Kommunismus führt. Utopien und Erinnerungsfetzen werden aufgegriffen und im Wiederversprechen auf ihren Mehrwert überprüft. andcompany&Co. haben seit 2007 ihre Basis am Berliner HAU, die Stücke touren weltweit und liefen u. a. beim Brüsseler Kunstenfestivaldesarts (2007+2012), bei den Wiener Festwochen (2008), beim Festival Impulse (2009+2013) und beim Dortmunder Festival favoriten 08 – Theaterzwang (2008/ 2010), wo «little red» den Preis des NRW-KULTURsekretariats erhielt.

In der vielbeachteten deutsch-flämisch-niederländischen Koproduktion «Der (kommende) Aufstand nach Friedrich Schiller», probt die Gruppe vor dem Hintergrund des kulturpolitischen Kahlschlags in den Niederlanden und den weltweiten aktuellen krisenhaften Zuständen den Aufstand und stellt die Frage nach dem vorrevolutionären Potential aktueller Protestbewegungen neu.

In ihrer Arbeit «Black Bismarck» (2013) beschäftigt sich die Gruppe mit der Berliner Afrika-Konferenz 1884/5, auf der die europäischen Mächte den afrikanischen Kontinent untereinander aufgeteilt haben. Vor dem Hintergrund der blackfacing-Debatte in Deutschland und um die Figur des Zwarte Piet in den Niederlanden wird die Frage nach der Aktualität des Kolonialismus gestellt. Ihre neuste Arbeit «Orpheus – eine Schlepperoper», eine Auseinandersetzung mit der europäischen Flüchtlingspolitik, hatte im Oktober 2014 in Berlin Premiere und ist nun europaweit auf Tour. 

Am Theater Neumarkt inszenieren andcompany&Co. «Archipel Google». 

Tancredi Gusman

Tancredi Gusman, geboren 1981 in Mailand (Italien), studierte Philosophie und Theaterwissenschaften in Pavia, Neapel und an der Freien Universität Berlin und erlangt im Jahr 2012 die Promotion in Theaterwissenschaften (mit einer Dissertation über Alfred Kerr, Herbert Ihering und die deutsche Theaterkritik in der Weimarer Republik). Nach dem Studium als Dramaturgie- und Regieassistent tätig. Außerdem übersetzte er  das Buch „Ästhetik des Performativen“ von Erika Fischer-Lichte ins Italienische (Estetica del performativo, Carocci, Roma 2014) und veröffentlicht Artikel und Aufsätze für Theaterzeitschriften wie „Acting Archives“ und „Comunicazioni Sociali“. Zusammen mit Léonie Süess hat er die Reihe Chor & Co für Nachwuchskünstler im Theater Neumarkt konzipiert und betreut. Seit August 2013 ist er fester Regieassistent am Theater Neumarkt in Zürich.

DAS HELMI

Das Helmi ist ein Puppentheater-Kollektiv der dritten Art. Ihre aus Schaumstoff- und Schwämmen geschnitzten und gefertigten Puppen bringen sie mit einem Höchstmass an Spontanität und einer Vorliebe für Kino-Blockbuster an unkonventionelle Spielorte. Sie verbinden den Charme von alten Vaudeville-Tourneetheatergruppen mit Stücktiteln wie «Rocky» oder «Rambo».

Peter Kastenmüller (Direktor)

Peter Kastenmüller, geboren 1970 in München, gründete nach einigen Semester Philosophie 1994 die freie Theatergruppe «Particular Order» und arbeitete unter Wolfgang Engel als Assistent am Schauspiel Leipzig, danach als Hausregisseur am Staatstheater Kassel. Es folgten Inszenierungen am Staatstheater Hannover, den Münchner Kammerspielen, am Maxim Gorki Theater Berlin, am Schauspiel Frankfurt und am Theater Basel. 2004 und 2006 leitete er gemeinsam mit Björn Bicker und Michael Graessner das zukunftsweisende und vielbeachtete Stadtprojekt «Bunnyhill» an den Münchner Kammerspielen und führte dort Regie bei den Projekten «Illegal» (2008) und «Hauptschule der Freiheit» (2009). Im Sommer 2010 kuratierte Kastenmüller «X Schulen» am Theater Hebbel am Ufer in Berlin. In der Spielzeit 2010/11 richtete er John Steinbecks Roman «Jenseits von Eden» am Theater Basel ein; am Theater Freiburg arbeitete er erneut mit Bicker und Graessner für die Uraufführung des deutschtürkischen Theaterprojekts «Cabinet. Ein deutschtürkischer Bazar» zusammen (Theater Freiburg / garajstanbul, Istanbul). Mit «Die Hofmeister», einem Educational-Projekt in Zusammenarbeit mit dem Campus Rütli und dem Maxim Gorki Theater Berlin folgte eine weitere Arbeit im Stadtraum. 2011/12 inszenierte Kastenmüller u.a. am Staatstheater Hannover («Deportation Cast» von Björn Bicker), am Theater Basel («Das siebente Siegel» nach Ingmar Bergmann) und eine Folge im 24-Stunden-Marathon «Unendlicher Spass» am Hebbel am Ufer Berlin. 2012/13 folgten Regiearbeiten für das Düsseldorfer Schauspielhaus («Wunder des Alltags» von PeterLicht, eingeladen zu den Mülheimer Theatertagen 2013) und das Staatstheater Stuttgart.

Seit der Spielzeit 2013/14 leitet Peter Kastenmüller das Theater Neumarkt Zürich. Er inszenierte hier u.a. «Rocco und seine Brüder», «Jakobs Ross», «Herr Puntila und sein Knecht Matti», das Schulprojekt «Schools of Normal» und «Zeit der Kannibalen/Philoktet». 

Wojtek Klemm

Wojtek Klemm, geboren in Polen, schloss sein Regiestudium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch ab. Danach Regieassistenzen bei Dimiter Gotscheff, Frank Castorf und Christoph Schlingensief. Ab 2005 Arbeit als freier Regisseur in Polen, Israel und dem deutschsprachigen Raum. Das Teatr Norwida im niederschlesischen Jelenia Góra wird unter seiner künstlerischen Leitung (2007–2009) von der polnischen Tageszeitung Dziennik für die Spielzeit 2007/08 zum Theaterort des Jahres und von der Wochenzeitung Wprost 2009 unter die zehn interessantesten Theater Polens gewählt. In Polen und Israel hat Klemm vor allem Erstaufführungen deutscher Autoren zu verzeichnen (u. a. Heiner Müllers «Zement» in Breslau, «Anatomie Titus» in Krakau, «Judith» von Hebbel in Stettin). Seit 2007 arbeitet er kontinuierlich mit dem National Theater Krakau. In Deutschland entstanden unter anderem Arbeiten am Schauspiel Stuttgart, Deutsches Theater Berlin sowie Volksbühne Berlin. In der Schweiz hat Klemm in der Spielzeit 2011/12 am Theater Luzern («Der Besuch der alten Dame», «Antigone») und 2015 am Theater Neumarkt («Rosenkranz und Güldenstern sind tot») inszeniert.

Laura Koerfer

Laura Koerfer, 1985 in Zürich geboren, studierte Theaterregie an der Zürcher Hochschule der Künste. In Zusammenarbeit mit der National Academy of Chinese Theater Arts brachte Koerfer während der Ausbildung Arbeiten in Zürich und Beijing zur Aufführung. Im Jahr 2011 führte sie am Theater Biel Solothurn Regie bei «Gespräche mit Astronauten» von Felicia Zeller. Am Theater Neumarkt inszenierte Koerfer «Magic Afternoon» von Wolfgang Bauer, «Faustrecht der Freiheit» nach dem Film von Rainer Werner Fassbinder, «Miss Sara Sampson» von G. E. Lessing und «WERTHER. Gesang an die Nacht, Gebrüll gegen Kummer nach Goethe mit Roland Barthes».
 Koerfer lebt und arbeitet in Zürich.

Johann Kuithan

Johann Kuithan, geboren 1981 in Münster (Westfalen), studierte Germanistik, Theaterwissenschaft, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft sowie Pädagogik in Mainz. Er war Regieassistent am Schauspiel Frankfurt und leitete dort in der Spielzeit 06/07 den Jugendclub JAGO! 2007 übernahm er die Produktionsleitung für das Projekt «Pimp the City» (Regie: Simon Solberg) am Nationaltheater Mannheim und leitete die Theatergruppe S.P.Q. in Mainz. Während der Spielzeiten 08/09 bis 10/11 war er fester Regieassistent am Maxim Gorki Theater Berlin. Dort inszenierte er u. a. «Rheinsberg» nach Kurt Tucholsky, «Kindheitsmuster» nach Christa Wolf, sowie das Rechercheprojekt des Jugend- und Seniorenklubs «Deine Landschaft / Meine Geschichte». Zudem entwickelte er die Reihe «Visiothek - Kleine Stücke aus großen Filmen», die inzwischen ihre neue Heimat am Theater Neumarkt in Zürich hat. Als freier Regisseur arbeitete Johann Kuithan u.a. am Jungen Theater Göttingen («Loveletters»), am Theaterhaus Gessnerallee («Die Passion des Josef A.») und am Anhaltischen Theater Dessau («Hallo Nazi»).

Tom Schneider

Tom Schneider ist Regisseur und Musiker. Er arbeitete bis 2000 als Musiker in verschiedenen Formationen und als Assistent für die Freie Theatergruppe «Theater Affekt» in Berlin. 2000 bis 2004 war er als Regieassistent und Schauspielmusiker am Theater Basel beschäftigt. Ab 2004 folgten eigene Regiearbeiten, unter anderem am Theater Basel, am Theater Heidelberg, an der Musik-Akademie Basel, am Theater Freiburg, an der Opera Metz und den Münchner Kammerspielen. Von 2007 bis 2012 arbeitete er als Regisseur und Musiker in der künstlerischen Leitung von pvc- Tanz Freiburg/Heidelberg. 2012 gründete er in Freiburg die freie Theater/Tanz-Gruppe «OFF deluxe», die mit ihrer ersten Arbeit (twilight/echo) den Stuttgarter Theaterpreis für besondere künstlerische Leistung bekam. Seit 2004 ist er Bassist der Band «a boy named river». Am Theater Neumarkt inszenierte er «Atlas der abgelegenen Inseln» nach dem Buch von Judith Schalansky und «Bilder deiner grossen Liebe» von Wolfgang Herrndorf mit Sandra Hüller in der Hauptrolle, ausserdem «Judas» von Lot Vekemans. In der Spielzeit 2016/17 führt er Regie bei «Faust».

Simon Solberg

Simon Solberg, geboren 1979 in Bonn, studierte Schauspiel an der Folkwang-Hochschule in Essen, arbeitete als Regieassistent, Video- und Projektmitarbeiter am Schauspiel Frankfurt und brachte dort auch seine ersten Inszenierungen auf die Bühne. Er war Hausregisseur am Nationaltheater Mannheim, wo er neben Stückinszenierungen wie „Fremde Kämpfe“ auch halbdokumentarische Projekte wie „Making of THE BAND“ realisierte. Simon Solberg feierte am 20. Dezember 2007 als Gastregisseur mit „Don Quijote“ am Schauspiel Frankfurt Premiere und wurde mit dieser Produktion auch zu „Radikal jung 2008“ eingeladen. Er inszenierte u. a. am Maxim Gorki Theater in Berlin, am Staatsschauspiel Dresden und am Theater Basel. Simon Solberg war bis 2012/13 Mitglied der Theaterleitung am Theater Basel.

Räume

Ortreport & Meier/Franz

Moritz Müller

Léonie Süess

Bühnenbildassistenz

Kostüme

Franziska Born

Ulrike Gutbrod

Mascha Mazur

Moritz Müller

Nicole Von Graevenitz

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