Regie

Alexander Eisenach

Alexander Eisenach wurde 1984 in Berlin geboren. Nach einem Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft in Leipzig und Paris arbeitete er als Regieassistent am Centraltheater Leipzig, wo auch seine ersten Regiearbeiten entstanden. Als Mitglied des REGIEstudio in der Spielzeit 2013/14 entwickelte er neben Inszenierungen auch diverse Bühnentexte. Als freier Regisseur arbeitet er regelmässig am Schauspiel Frankfurt. Weitere Arbeiten am Schauspiel Hannover und dem Schauspiel Graz. Am Theater Neumarkt inszenierte er 2016 «Geächtet» von Ayad Akhtar, in der Spielzeit 2018/19 führt er Regie bei Alfred Jarrys «König Ubu».

Heike M. Goetze

Heike M. Goetze wurde 1978 in Osnabrück geboren. Sie studierte Regie an der Zürcher Hochschule der Künste und absolvierte Regiehospitanzen unter anderem bei Luk Perceval und George Tabori sowie Regieassistenzen in Osnabrück, Berlin und Zürich. Sie realisierte bereits mehrere Studienprojekte und eigene Regiearbeiten in Zürich, Essen und Tübingen. 2008 wurde sie für ihre Inszenierung «Spieltrieb» von der Körber-Stiftung als Beste Nachwuchsregisseurin ausgezeichnet. Am Schauspiel Hannover inszenierte sie zunächst «Romeo und Julia, dann «Woyzeck» und stand in Florian Fiedlers Inszenierung «Das Fest» als Christian auf der Bühne. In der Spielzeit 2014/15 inszeniert sie «Bei den wilden Kerlen» im Schauspielhaus. «Von den Beinen zu kurz» wurde in der Inszenierung des Schauspiel Hannover mit dem Mülheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet und im Jahresrückblick von Spiegel Online in die Theaterhits 2013 – Die besten neuen Stücke des Jahres aufgenommen. Am Theater Neumarkt führte sie bereits in  «Über Haschisch» und «Nora. Ein Puppenhaus» Regie. In der Spielzeit 2017/18 inszeniert sie am Theater Neumarkt «Biedermann und Brandstifter» und zusammen mit weiteren Regisseur*innen «Schools of Normal 2».

Friederike Heller

Geboren 1974 in Berlin (West). Von 1996 bis 2000 Schauspielregiestudium an der Hochschule in Hamburg, u. a. bei Jürgen Flimm. 2004 wird sie in der Kritikerumfrage der Zeitschrift «Theater heute» für ihre Inszenierung «Untertagblues» von Peter Handke am Wiener Burgtheater zur Nachwuchsregisseurin des Jahres gewählt. In den darauffolgenden Jahren arbeitet sie an Theatern in Berlin, Wien, München, Hamburg, Stuttgart, Köln und Frankfurt. Immer wieder widmet sich Heller der Adaption von Romanstoffen. Dabei liegt der Schwerpunkt ihrer Arbeit auf dem Interesse, die Spielweisen des epischen Theaters, die Formen der Popkultur und die Diskurse der Postmoderne mit verschiedenen Stoffen in Verbindung zu bringen. Ihre Arbeit ist stark musikalisch orientiert. 2014 debütierte sie mit einer Operninszenierung an der Berliner Staatsoper. In der Spielzeit 2009/10 war Heller geschäftsführende Dramaturgin an der Schaubühne Berlin. Im Frühjahr 2013 gastierte sie mit «Johann Holtrop. Abriss der Gesellschaft» am Künstlertheater Moskau. 2013 und 2014 lehrte sie als Gastprofessorin der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Am Theater Neumarkt inszenierte sie 2015/16 die Jubiläumsproduktion «Was tun? Ein Festakt» und 2016/17 «Die Fledermaus» von Johann Strauss. In der Spielzeit 2018/19 führt sie Regie bei der Eröffnungspremiere «I Love Dick» von Chris Kraus.

Peter Kastenmüller (Direktor)

Peter Kastenmüller, geboren 1970 in München, gründete nach einigen Semestern Philosophie 1994 die freie Theatergruppe «Particular Order» und arbeitete unter Wolfgang Engel als Assistent am Schauspiel Leipzig, danach als Hausregisseur am Staatstheater Kassel. Es folgten Inszenierungen am Staatstheater Hannover, den Münchner Kammerspielen, am Maxim Gorki Theater Berlin, am Schauspiel Frankfurt und am Theater Basel. 2004 und 2006 leitete er gemeinsam mit Björn Bicker und Michael Graessner das zukunftsweisende Stadtprojekt «Bunnyhill» an den Münchner Kammerspielen und führte dort Regie bei den Projekten «Illegal» (2008) und «Hauptschule der Freiheit» (2009). Im Sommer 2010 kuratierte Kastenmüller «X Schulen» am Theater Hebbel am Ufer in Berlin. In der Spielzeit 2010/11 richtete er John Steinbecks Roman «Jenseits von Eden» am Theater Basel ein; am Theater Freiburg arbeitete er erneut mit Bicker und Graessner für die Uraufführung des deutschtürkischen Theaterprojekts «Cabinet. Ein deutschtürkischer Bazar» zusammen (Theater Freiburg / garajstanbul, Istanbul). Mit «Die Hofmeister», einem Educational-Projekt in Zusammenarbeit mit dem Campus Rütli und dem Maxim Gorki Theater Berlin folgte eine weitere Arbeit im Stadtraum. 2011/12 inszenierte Kastenmüller u.a. am Staatstheater Hannover («Deportation Cast» von Björn Bicker), am Theater Basel («Das siebente Siegel» nach Ingmar Bergmann) und eine Folge im 24-Stunden-Marathon «Unendlicher Spass» am Hebbel am Ufer Berlin. 2012/13 folgten Regiearbeiten für das Düsseldorfer Schauspielhaus («Wunder des Alltags» von PeterLicht, eingeladen zu den Mülheimer Theatertagen 2013) und das Staatstheater Stuttgart.

Seit der Spielzeit 2013/14 leitet Peter Kastenmüller das Theater Neumarkt Zürich. Er inszenierte hier u.a. «Rocco und seine Brüder», «Jakobs Ross», «Herr Puntila und sein Knecht Matti», das Schulprojekt «Schools of Normal», «Zeit der Kannibalen/Philoktet» und «Good People». Zu Beginn der Spielzeit 2017/18 inszeniert er «Meister und Margarita» nach dem Roman von Michail Bulgakow.

Tom Kühnel

Tom Kühnel wurde 1971 in Cottbus geboren und studierte von 1992 bis 1996 Regie an der Hochschule für Schauspielkunst «Ernst Busch» in Berlin. Bereits seit seinem Regiestudium und seinen Inszenierungen am Frankfurter Theater am Turm arbeitet Tom Kühnel mit Suse Wächter zusammen. Für «Helden des 20. Jahrhunderts» verbanden sie sich 2005 erstmals mit dem Berliner Rundfunkmoderator Jürgen Kuttner. Sein wortgewaltiger «Sprechfunk» wurde ebenso schnell Kult wie Kuttners Videoschnipselvorträge. 1994 erhielt das Regieteam Tom Kühnel und Robert Schuster den Friedrich-Luft-Preis. Danach inszenierten beide in Berlin und Frankfurt am Main. 1998 begannen sie, gemeinsam mit Soeren Voima Klassiker zu bearbeiten und eigene Stücke zu schreiben. Von 1999 bis 2002 übernahm Tom Kühnel mit Robert Schuster und Bernd Stegemann die künstlerische Leitung des Theaters am Turm in Frankfurt. Seit 2000 inszeniert er solo, u.a. an der Berliner Schaubühne, am TheaterBasel, am Deutschen Theater Berlin, an der Volksbühne Berlin, am Thalia Theater Hamburg, am Schauspiel Graz und am Schauspiel Köln. Am Theater Neumarkt inszenierte er bereits Yorgos Lanthimos’«Alpen» und in der Spielzeit 2015/16 «Romulus der Grosse». In der aktuellen Spielzeit führt er Regie bei «Die Haupstadt» von Robert Menasse.

Gabriel S. Zimmerer

Gabriel S. Zimmerer, geboren in Süddeutschland am Bodensee, Wurzeln in Sri Lanka, Deutschland und der Schweiz. Studium der Sozialanthropologie und des Altgriechischen in Bern und Cambridge. Schwerpunkte: Machtstrukturen des Alltags und Wissenschaftsliteratur. Erste Regiearbeit 2008 mit «Letzter Aufruf» in der Ostschweiz. Leitung verschiedener Kinder- und Jugendtheatergruppen. Als Spieler war er unter anderem im Improvisationstheater «Nepomuk», im Duo «Kontrast» und im Stück «Mira Blau» von Prisma Baumann zu sehen. 2013 assistierte er bei Ragna Guderian in der «Archiv»-Reihe am Berner Schlachthaus und beim Gastspiel am Schauspielhaus Bochum. 2014 drehte er seinen Spielfilm «Into the Dark, Into the Light» in St. Gallen. 2015 entstanden in Zusammenarbeit mit Elis Aki die Drehbücher für die geplante Frankfurter Mini-Serie «wizOut a gnade».
In der Spielzeit 2015 / 2016 war er fester Regieassistent am Theater Neumarkt, wo er bei Peter Kastenmüller, Simone Blattner, Tom Kühnel, Friederike Heller und Heike M. Goetze assistierte. Im Februar 2016 konzipierte er zusammen mit dem Ensemble des Theater Neumarkt anlässlich der Durchsetzungsinitiative das «Münchner Geschichten Spezial: Der kriminelle Ausländer». Im Juni 2016 hatte Gabriel S. Zimmerers Inszenierung «A Clockwork Orange» Premiere am Theater Neumarkt.

Räume

Sabine Kohlstedt

Michael Simon

Kostüme

Sabine Kohlstedt

Lena Schmid

Marysol del Castillo

Musik

Alexander Paulick

Alexander Paulick ist Musiker, Komponist und Toningenieur. Er ist am besten bekannt als Mitglied der Elektronik Band Kreidler. Geboren in England, aufgewachsen in Kalifornien, Studium der Recording Arts in San Francisco, seit 2006 wohnhaft in Berlin. Als Musiker hat er mehr als ein Dutzend Platten aus verschiedenen Projekten veröffentlicht und Konzerte in über 20 Ländern gespielt, u. a. im New Yorker MoMA und der Queen Elizabeth Hall in London. Er erhielt mit der Band Coloma den Preis für das beste Album bei den Qwartz Electronic Music Awards 2007 in Paris. Während der Berliner Club Transmediale 2011 kuratierte er die Mehrkanal-Musik-Installation «Seven Speakers». Er produzierte Musik für drei Kinofilme mit Kreidler und hat über 100 Theateraufführungen als Musiker in Zusammenhang mit der Band Kante begleitet, u. a. Residenztheater München, Schaubühne Berlin, Thalia Hamburg.

Peter Thiessen

Peter Thiessen, geboren 1971, lebt in Hamburg. Er ist Sänger/Songwriter/Gitarrist der Band Kante und war von 1997 bis 2002 Bassist der Band Blumfeld. Zu seinen CD-Veröffentlichungen zählen: «Zwischen den Orten» (1997, Kante), «Old Nobody» (1999, Blumfeld), «Zweilicht» (2001, Kante), «Testament der Angst» (2001, Blumfeld), «Zombi» (2004, Kante), «Die Tiere sind unruhig» (2006, Kante), «Kante Plays Rhythmus Berlin» (2007, Kante), «In der Zuckerfabrik – Theatermusik» (2015, Kante). Tourneen und Konzerte in Deutschland, Österreich, Schweiz, Südamerika, Russland, Japan, England, USA. 2007 schrieb er die Songtexte für die Revue «Rhythmus Berlin» am Friedrichstadtpalast Berlin, Europas grösstem Revuetheater. Seit 2007 wirkte er an zahlreichen Theaterarbeiten als Musikalischer Leiter, Musiker, Sprecher, Komponist u.a. am Burgtheater Wien, Residenztheater München, Schaubühne Berlin, Schauspielhaus Hamburg, Deutsches Theater Berlin. Neben Gesang spielt er ebenso die Instrumente: Gitarre, Bass, Kontrabass, Keyboards, Computer, Elektronik. 2015 veröffentlicht der Theaterverlag «Theater heute» eine CD mit Theatermusiken.

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