Die Lears

nach der Tragödie „König Lear” von William Shakespeare

Naturgemäss wird die Familie nicht nur von Liebe, sondern auch von Gewalt zusammengehalten, das erfahren bereits die Kinder der ersten Theatertragödie, Orest und Elektra, am eigenen Leib. DIE LEARS nach Shakespeare zeigt einen heutigen Familienkrieg mit vier Personen, der während des Geburtstagsfestes des Vaters ausbricht. „Alle schlechten Eigenschaften entwickeln sich in der Familie. Das fängt mit Mord an und geht über Betrug und Trunksucht bis zum Rauchen”, so Alfred Hitchcock. Die Kinder springen zwischen blutigen König-Lear-Szenarien und familientherapeutischen Massnahmen hin und her und zitieren andere Grossfamilien herbei. Selbstbestimmte aber vereinsamende Marktteilnehmer beharren auf einem nicht marktmässig organisierten System menschlicher Bindungen und Verpflichtungen.

Im Theater kann man nicht sterben, so wie man im Traum nicht sterben kann, aber auch im Theater wird um Macht und Gefühle gefeilscht, und das kann gefährlich werden.

Eine Koproduktion mit: Wiener Festwochen, Hebbel am Ufer, Weber & Co.

Mit:

Regieassistenz: Daniel Foerster

Produktionsleitung: Sven Heier

Der Standard

Weber erklärt die Tragödie zum Familiendrama, in dem sich die Kuschelecke als genauso tödlich erweist wie die ostenglische Heide.

Premiere:

Do 06.11.2008 - 20.00