Hot­tin­ger Lite­ra­tur­ge­sprä­che — Charles Lins­may­er im Gespräch mit Karl Cori­no über Robert Musil

Gesprächs­rei­he über die Schwei­zer Lite­ra­tur des 19. und 20. Jahrhunderts

Die Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit des moder­nen Men­schen hat ihre wohl stärks­te Gestal­tung in Robert Musils «Mann ohne Eigen­schaf­ten» gefun­den. Zwei Bän­de lagen vor, ein drit­ter war in Arbeit, als er auf der Flucht nach Ame­ri­ka in der Schweiz hän­gen­blieb. Das Ver­ständ­nis aber, das der sen­si­ble, schwie­ri­ge Mann brauch­te, such­te er in unse­rem Land ver­geb­lich: «Die Schwei­zer haben kei­nen Respekt vor dem Frem­den (lies das Frem­de)! Dar­um auch ihr Miss­trau­en gegen den Frem­den, aus­ge­nom­men, er impo­niert durch Reich­tum; jeder ande­re Frem­de ist ein Zigeu­ner.» Als er am 15. April 1942 in Genf tot auf­ge­fun­den wur­de, soll sich in Musils weit auf­ge­ris­se­nen Augen «alle Angst der letz­ten Lebens­jah­re, alle Auf­leh­nung und Ver­zweif­lung» gespie­gelt haben.

Karl Cori­no hat ihn in sei­ner 2026-sei­ti­gen Bio­gra­phie umfas­send gewürdigt. Dem­nächst fol­gen die Musil-Auf­sät­ze «Von der See­le träu­men dürfen».

Datum

29 Mrz 2022

Uhrzeit

20:00

Preis

CHF 45.- / 30.- / 15.-

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Saal Neumarkt
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