Roma Tage: Roma­nes als lin­gua fran­ca? Trans­na­tio­na­le Min­der­heit zwi­schen West­in­di­en und Portugal

ROMA TAGE — Frau­en, Spra­che, Theater

Europäer:innen ohne Natio­nal­staat: Die Roma leben eine Anti­the­se zum Natio­na­lis­mus und eine Art von Avant­gar­de der Iden­ti­tät, bei der Ver­bun­den- und Ver­schie­den­heit kei­nen Wider­spruch bil­den. For­get Anti­zi­ga­nis­mus, Kli­schees und Kitsch: Die Kul­tur & Spra­che der Roma ist ein­zig­ar­ti­ges Bei­spiel einer pazi­fis­ti­schen Com­mu­ni­ty jen­seits des Natio­nal­staats. Meh­re­re Genera­tio­nen von Künst­le­rin­nen, Akti­vis­tin­nen und Wis­sen­schaft­le­rin­nen befas­sen sich zwei Tage mit matri­ar­cha­len Struk­tu­ren und Romnja im 21. Jahr­hun­dert, dem Roma­nes als Lin­gua Fran­ca zwi­schen West­in­di­en und Por­tu­gal und Thea­ter­ar­bei­ten und Erfah­run­gen im Span­nungs­feld von Min­der­heit, Reprä­sen­ta­ti­on, Poli­tik und Kunst.

Roma­nes als lin­gua fran­ca? Trans­na­tio­na­le Min­der­heit zwi­schen West­in­di­en und Por­tu­gal
Podi­um

Roma­nes – die Spra­che der Roma – ist trotz ihrer Ver­brei­tung rund um den Glo­bus immer noch nicht all­seits aner­kannt, und den­noch Gegen­stand inten­si­ver und beein­dru­cken­der For­schung und geleb­ter Sprach­pra­xis, die von West­in­di­en bis Por­tu­gal reicht. Jen­seits exis­tie­ren­der Mythen spre­chen Lin­gu­is­ten und Prak­ti­ker der vier Haupt­spra­chen (Nor­disch, Wlach, Kar­pa­thisch, Bal­kan) über die Her­kunft und Struk­tur der Spra­che sowie ihre Evo­lu­ti­on und Zukunft.

Die­ter Hall­wachs: Pro­fes­sor an der Universität Graz, aktiv bei der EU und der UNO zum Schutz von Minderheitensprachen.

Ste­pha­ne Laede­rich: Direk­tor der Rro­ma Foun­da­ti­on Zürich und Co-Autor des Buches «The Rro­ma» (Schwa­be Verlag). 

Mozes Hein­schink: Wie­ner Roma Exper­te und Autor ver­schie­de­ner Bücher über Roma und deren Sprache: 

Erol Raim: Ein Arlii aus Nord Maze­do­ni­en und Deutsch­land, der lan­ge im Roma Thea­ter Pra­li­pe gear­bei­tet hat. 

Dra­gan Jev­re­mo­vic: Ein Kal­de­raš und einer der Mitbegründer des Wie­ner Roma­no Cen­tro und lang­jäh­ri­ger Präsident der Rro­ma Foundation. 

Niko­la Rybar: Ein kar­pa­ti­scher Rom aus der Slo­wa­kei, Spi­tal­arzt in Košice. 

Sta­nis­law Stan­kie­wicz: Ein Pol­sko Rom aus Polen. Prä­si­dent des Coun­cil of Polish Roma und Holocaust-Überlebender.

Mode­ra­ti­on: Georg Häss­ler, Jour­na­list NZZ.

Datum

23 Okt 2021

Uhrzeit

18:00

Preis

CHF 45.- / 30.- / 15.-

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Orte

Saal Neumarkt
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