Hayat Erdo─ƒan┬®Flavio Karrer

ali­re­za bay­ram

ensem­ble

If you had to choo­se: Love, Play or Fight?

Yaa­aasss omg, I’m so hap­py that I dont feel like I have to cho­se!

Love cho­se me, play loves me and fight plays with me. You can choo­se too!!

How do you pro­tect yourself? 

Humor is my wea­pon. But I’m lear­ning more and more to be in a con­stant vul­nerable sta­te cuz I feel like I owe that to mys­elf, the peeps around me who love me and to my audi­ence.

What do you learn in theat­re?

I don’t know … you tell me. Tell me what you lear­ned. Wür­k­li! Ich meins ernscht! … – I’m just a pro­jec­tion of your fan­ta­sy. Lol.

Ver­dient die Wirk­lich­keit Miss­trau­en?

Es gibt die blaue Pil­le, die rote Pil­le und don’t be afraid to fol­low the white rab­bit.

Bist du käuf­lich? (Preis?) 

Obvious­ly. Sonst wär ich nicht hier du Opfer. Hihi.

What does a dog think?

I’m the wrong here to ask….. ask your dog! I’m sure he tried to tell you some­thing.

How do you place yourself in the face of bounda­ries? 

Love Play Fight. Lol. (I know, I’m a big time Arsch­krie­cher).

Hast du einen Dämon? 

Ich bin mit ihr ver­hei­ra­tet.

Sind die Rän­der der Wirk­lich­keit dif­fus? 

Well … ist Anne Eig­ner arbeits­los ..?

Braucht es einen Umsturz? 

Drin­gend!! Kann doch nicht sein, dass wir in einer Schub­la­den­ge­sell­schaft leben, wo das Wort «Min­der­heit» noch exis­tiert. Es gibt kei­ne Min­der­hei­ten. Es gibt nur Per­spek­ti­ven. (sie­he Ant­wort zur Fra­ge: Ver­dient die Wirk­lich­keit Miss­trau­en?)

Bist du a) zu weich b) zu hart c) zu gut für die Welt?

Ja voll. Lol. bye.

Was ist die Zeit? 

Oh geil! Jetzt bin ich big time trig­ge­red! Ich bin ein Uni­ver­sum geek! Und ich finds sooo geil, dass die Zeit hier auf Erden eine KOM­PLETT ande­re ist, als die bei der Son­ne. Von gra­vi­ta­ti­on her u know! Soweit mal natur­wis­sen­schaft­lich. Und sonst, find ichs auch mega Lol, dass jeder Ein­zel­ne von uns auf ande­ren Zeit­wel­len rei­tet: 2 Men­schen in ein und dem­sel­ben Raum erle­ben je nach indi­vi­du­el­ler Back­ground­sto­ry und Tages­kon­di­ti­on ein ganz ande­res Zeit­ge­fühl. Mind­blown. mhmm­mm … Plea­se stop, I have a brain­gasm.

Was macht dir Angst? 

Bak­te­ri­en, Viren, Psy­cho­sen, Schne­cken.

Wofür lohnt es sich zu kämp­fen? 

Für die Frei­heit des Men­schen und des Mensch­seins.

Was ist dein Lieb­lings­spiel?

Mit Anne Eig­ner spiel­te ich ganz lan­ge «Be gone». Das haben wir erfun­den. Wenn ich dich be-gone musst du instant­ly in Ohn­macht fal­len und ich kann mit dir machen was ich will. Ok, das klingt mega bru­tal und nach metoo.

Das Neu­markt bedeu­tet für dich …? 

Figh­t­ing com­mit­ment issu­es für eine grös­se­re Sache. Die Sache: das Publi­kum.

What is love? 

Baby don’t hurt me … no more.

What is your play? 

C’mon DJ play that song.

What is your fight?

Fight for your right to par­ty cuz gurls just want to have fun(-damental and equal rights).

Uber or Taxi? 

Dan­ke mei­ner Frau Jas­na Frit­zi Bau­er Bay­ram, dass ich auf ihre Kos­ten Uber fah­ren darf (ich schwör, gebs dir zurück, jetzt hab ich einen fes­ten Job ins­hallah …).

Bio­gra­fie

Ali­re­za Bay­ram, gebo­ren 1984 in Tehe­ran, ist ein ira­nisch-schwei­ze­ri­scher Schau­spie­ler. Sei­ne ers­ten Arbei­ten am Thea­ter rea­li­sier­te der Zür­cher 2007 am Jun­gen Thea­ter Basel. Dort arbei­te­te er mit den Regis­seu­ren Mat­thi­as Mooij und Sebas­ti­an Nüb­ling sowie der Cho­reo­gra­fin Tabea Mar­tin am Jun­gen Thea­ter Basel. Es folg­ten wei­te­re Enga­ge­ments am Schau­spiel­haus Zürich, in der Roten Fabrik und in der Gara­ge X in Wien.
Par­al­lel zu sei­nen Thea­ter­ar­bei­ten begann Ali­re­za Bay­ram 2007 auch im Bereich Film zu arbei­ten. Zunächst war er in Abschluss­fil­men der Zür­cher Hoch­schu­le der Küns­te ZHdK zu sehen, u. a. in «Land­le­ben» (2007) und «Die Hälf­te der Welt» (2013), die bei­de im Wett­be­werb des Film­fes­ti­vals Locar­no gezeigt wur­den. Für die Rol­le des Mar­tin in «Wer bruucht scho’s Meer?» erhielt er im Rah­men des Upco­m­ing Film­fes­ti­vals 2014 den Spe­zi­al­preis für sei­ne schau­spie­le­ri­sche Leis­tung. Der Abschluss­film «Par­va­neh» wur­de 2013 mit dem Stu­dent Aca­de­my Award aus­ge­zeich­net und war zwei Jah­re spä­ter für den Oscar in der Kate­go­rie bes­ter Kurz­film nomi­niert. Seit 2014 hat Ali­re­za Bay­ram regel­mäs­sig Fern­seh­auf­trit­te, u.a. im «Tat­ort». 2015 war er in der durch­ge­hen­den Rol­le des Qasim in der US-ame­ri­ka­ni­schen Serie «Home­land» zu sehen. Im Febru­ar 2016 fei­er­te die an der HFF Mün­chen ent­stan­de­ne Pro­duk­ti­on «thumb» an der Dia­go­na­le in Graz Pre­mie­re. Bei den Inter­na­tio­na­len Film­fest­spie­len in Can­nes 2017 lief der Film «Tehe­ran Taboo» im Wett­be­werb Semai­ne de la cri­tique.
Seit 2014 stu­diert er Film­re­gie an der ZHdK. Seit der Spiel­zeit 2019/20 ist er fes­tes Ensem­ble­mit­glied am Neu­markt.

Foto ©Fla­vio Kar­rer