Nou­vel­le Nahda

Eine Insze­nie­rung über Renais­sance, Revo­lu­tio­nen und Ver­su­che, das lau­fen­de Gesche­hen in Time­li­nes zu übersetzen

Das Thea­ter­pro­jekt «Nou­vel­le Nah­da» begann vor ein­ein­halb Jah­ren als eine Rei­se meh­re­rer Künstler*innen aus Bei­rut und Zürich und als inter­na­tio­na­le Kopro­duk­ti­on zwi­schen Sta­ti­on Bei­rut und Neu­markt. Nah­da ist ara­bisch für «Wie­der­ge­burt», «Erwa­chen», «Auf­ste­hen», und «Nou­vel­le Nah­da» kann als ein kol­la­bo­ra­ti­ver, trans­na­tio­na­ler, zum Nach­den­ken anre­gen­der Pro­zess ver­stan­den wer­den, der dar­auf abzielt, neue Wege zu erkun­den, um die Idee von Nah­da wie­der­zu­erwe­cken. Die Prä­mis­se des Pro­jekts ist es, eine sozia­le und poli­ti­sche Bewe­gung aus dem Bereich der Kunst und Kul­tur her­aus zu initi­ie­ren. Wäh­rend des kol­lek­ti­ven Schaf­fens­pro­zes­ses sowohl in Bei­rut als auch in Zürich führ­ten ver­schie­de­ne Ereig­nis­se dazu, dass sich der Ver­lauf des Pro­jekts änder­te und es sich fort­lau­fend trans­for­mier­te. «Nou­vel­le Nah­da» wur­de so zu einem ste­ten Pro­zess des Wer­dens, da es auf gros­se Ver­än­de­run­gen reagier­te und gleich­zei­tig ver­such­te, die­se zu ver­kör­pern. Ein Ver­such, eine Geschich­te ent­lang einer Time­li­ne an für die­ses Pro­jekt mass­geb­li­chen Ereig­nis­sen zu erzäh­len.
Im Herbst 2019 began­nen die Auf­stän­de im Liba­non, eine Revo­lu­ti­on war gebo­ren, und der Ein­fluss auf den Wan­del fühl­te sich sehr real an.
Im Früh­jahr 2020 führ­ten Coro­na und die glo­ba­le Abrie­ge­lung dazu, dass sich die­se kol­la­bo­ra­ti­ve Arbeit erneut ver­än­der­te, und sie nahm schliess­lich die Form einer Online­pu­bli­ka­ti­on an, die wir nun als «Nou­vel­le Nah­da» — Epi­so­de 1 bezeich­nen. Im Som­mer 2020 erschüt­ter­te eine Mega­ex­plo­si­on Bei­rut und sei­ne Men­schen, und die Idee von Nah­da als Renais­sance, als Wie­der­ge­burt, als Auf­ste­hen, muss­te sich wei­ter­ent­wi­ckeln, um über die Natur des Schmer­zes, des kol­lek­ti­ven Trau­mas und der Hei­lung zu reflek­tie­ren und sich schwie­ri­gen Fra­gen zu stel­len, wie wir z. B. nach einer sol­chen Tra­gö­die wei­ter­ma­chen, wie wir den Schmerz umwan­deln, wie wir stär­ker, aber gleich­zei­tig auch wei­cher wie­der­ge­bo­ren wer­den kön­nen. Im Win­ter 2021 star­te­ten wir den nächs­ten Ver­such, die­se Arbeit zu einem Abschluss zu brin­gen. Und nun, mit einem zwei­ten Ver­such, die­ses Werk auf die Büh­ne zu brin­gen, wird «Nou­vel­le Nah­da» mit einer wei­te­ren glo­ba­len Shut­down-Situa­ti­on kon­fron­tiert und muss sich noch ein­mal ver­än­dern.
Epi­so­de 2 von «Nou­vel­le Nah­da» prä­sen­tiert sich im Stadt­raum durch eine Foto­in­stal­la­ti­on, online durch einen essay­is­ti­schen Film und in gedruck­ter Form mit der Ver­öf­fent­li­chung eines Tex­tes von Ibra­him Neh­me, der den Hei­lungs­pro­zess einer Wun­de nach einer Explo­si­on beschreibt.

Eine inter­na­tio­na­le Kopro­duk­ti­on mit der STA­TI­ON Bei­rut 

Janu­ar 2021
Kei­ne Ver­an­stal­tung gefunden 

von und mit

Myri­am Bou­los, Nabil Cana­an, Hayat Erdoğan, Anna Hof­mann, Sophie Kray­er, Ayman Nah­le, Yara Bou Nas­sar, Jere­my Nedd, Ibra­him Neh­me, Ant­je Schupp, Nour Sok­hon 

Pro­duk­ti­ons­team

Regie: Ant­je Schupp

Aus­stat­tung: sophie krayer

video art: Ayman Nah­le

sound art: Nour Sok­hon 

Foto­gra­fie: Myri­am Bou­los 

Fea­ture: Ibra­him Neh­me 

Dra­ma­tur­gie:  Hayat Erdoğan

Regie­as­sis­tenz: Ken­za Nessaf

Aus­stat­tungs­as­sis­tenz: N.N.

Dra­ma­tur­gie­hos­pi­tanz: sarah calörtscher

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